Wärmepumpe oder Gasheizung? Kosten 2027 im Vergleich – mit CO₂-Preis und Bio-Treppe

„Gas ist wieder erlaubt – lohnt sich die Wärmepumpe dann überhaupt noch?“ Seit dem neuen Heizungsgesetz stellen sich viele Hausbesitzer diese Frage. Gleichzeitig sind die Gaspreise im Herbst 2026 deutlich gestiegen. Diese Seite rechnet den Vergleich für ein Beispielhaus offen vor: Anschaffung, Förderung, laufende Kosten, CO₂-Preis und die neue Bio-Treppe. Jede Annahme steht dabei, damit Sie sie durch Ihre eigenen Zahlen ersetzen können.

Kurz gesagt: In unserer Beispielrechnung (20.000 kWh Gas im Jahr, Preise vom 06.10.2026) kostet die Wärmepumpe im Betrieb rund 1.000 € im Jahr weniger als eine neue Gasheizung, ist nach KfW-Förderung in der Anschaffung aber rund 15.600 € teurer. Bei gleichbleibenden Preisen gleicht sich das nach etwa 16 Jahren aus. Steigende CO₂-Preise und die Bio-Treppe für neue Gasheizungen verschieben die Rechnung zugunsten der Wärmepumpe, eine niedrige Jahresarbeitszahl oder teurer Strom zugunsten von Gas. Beispielrechnung, keine Prognose.

Wie sieht das Beispielhaus aus?

Ein selbst bewohntes Einfamilienhaus verbraucht bisher 20.000 kWh Erdgas im Jahr für Heizung und Warmwasser. Der alte Gaskessel ist älter als 20 Jahre und muss ersetzt werden. Zur Wahl stehen ein neuer Gas-Brennwertkessel oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Wie viel Ihr Haus braucht, steht in Ihrer Heizkostenabrechnung; wie Sie daraus die Heizlast abschätzen, erklärt der Ratgeber Heizlast aus dem Verbrauch berechnen.

Annahme Wert im Beispiel Herkunft
Gaspreis 13 ct je kWh inklusive Grundpreis Neukunden-Durchschnitt bei 20.000 kWh, Verivox, Stand 06.10.2026
Gaspreis zum Vergleich 11,93 ct je kWh Durchschnitt Einfamilienhaus, BDEW-Gaspreisanalyse vom 24.08.2026
Nutzungsgrad Gaskessel 90 % Annahme für einen Brennwertkessel; damit 18.000 kWh nutzbare Wärme
Jahresarbeitszahl Wärmepumpe 3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9) Mittelwert der Luft-Wärmepumpen im Feldtest des Fraunhofer ISE, 03.11.2025
Wärmepumpenstrom 28 ct je kWh plus 140 € Grundpreis im Jahr Annahme, siehe unten
Wartung, Schornsteinfeger je 150 € im Jahr Gas: co2online nennt 80 bis 180 € (Stand 21.05.2026); Wärmepumpe: Annahme
Anschaffung Gas-Brennwertheizung 7.500 € Mitte der Spanne 6.000 bis 9.000 € im Einfamilienhaus, co2online, Stand 21.05.2026
Anschaffung Luft-Wasser-Wärmepumpe 36.000 € Durchschnitt aus über 2.000 Angeboten, Verbraucherzentrale Energieberatung, 24.09.2026

Warum 28 ct für den Wärmepumpenstrom? Die Verbraucherzentrale NRW fand im Februar 2026 für Wärmepumpentarife mit eigenem Zähler (Modul 2 nach § 14a EnWG) im Schnitt 24 ct je kWh plus 140 € Grundpreis im Jahr, mit einer Spanne von 20 bis 29 ct (Marktcheck vom 20.02.2026). Seitdem sind die Neukundenpreise für Haushaltsstrom laut Verivox auf rund 31 ct je kWh gestiegen (Stand 06.10.2026). Wir rechnen deshalb vorsichtig mit 28 ct und zeigen unten, was 24 oder 32 ct ändern.

Was kosten Gasheizung und Wärmepumpe im Betrieb?

Im Beispiel kostet die Gasheizung rund 2.750 € im Jahr, die Wärmepumpe rund 1.770 € – also knapp 1.000 € weniger.

Laufende Kosten pro Jahr Neue Gasheizung Wärmepumpe (JAZ 3,4)
Energiemenge 20.000 kWh Gas 5.294 kWh Strom (18.000 kWh Wärme ÷ 3,4)
Energiekosten 2.600 € 1.482 €
Grundpreis Zähler im Gaspreis enthalten 140 €
Wartung, Schornsteinfeger 150 € 150 €
Summe rund 2.750 € rund 1.770 €

Der Gas-Grundpreis entfällt, wenn Sie den Gasanschluss nach dem Umstieg abmelden. Ob dabei Kosten für die Stilllegung anfallen, fragen Sie Ihren Netzbetreiber.

Die Jahresarbeitszahl ist die wichtigste Stellschraube. Sie hängt vor allem davon ab, wie warm das Heizwasser an kalten Tagen sein muss. Wer mit dem 55-°C-Test prüft, ob die Heizkörper reichen, und die Vorlauftemperatur senkt, verbessert die Rechnung direkt.

Jahresarbeitszahl Stromverbrauch Kosten Wärmepumpe pro Jahr Ersparnis gegenüber Gas pro Jahr
2,6 (unteres Ende im Feldtest) 6.923 kWh 2.228 € 522 €
3,0 6.000 kWh 1.970 € 780 €
3,4 (Mittelwert Luft-Wärmepumpen) 5.294 kWh 1.772 € 978 €
4,0 4.500 kWh 1.550 € 1.200 €
4,9 (oberes Ende im Feldtest) 3.673 kWh 1.319 € 1.431 €

Was passiert, wenn sich Gas- oder Strompreis ändern?

Die Ersparnis schrumpft, wenn Gas billiger oder Strom teurer wird – bleibt im Beispiel aber in allen gezeigten Fällen positiv.

Ersparnis der Wärmepumpe pro Jahr (JAZ 3,4) Strom 24 ct Strom 28 ct Strom 32 ct
Gas 10 ct je kWh 589 € 378 € 166 €
Gas 13 ct je kWh 1.189 € 978 € 766 €
Gas 16 ct je kWh 1.789 € 1.578 € 1.366 €

Eine Faustformel hilft beim Prüfen mit Ihren eigenen Preisen: Die Wärmepumpe ist je Kilowattstunde Wärme günstiger, wenn ihre Jahresarbeitszahl größer ist als (Strompreis ÷ Gaspreis) × Nutzungsgrad des Kessels. Mit 28 ct und 13 ct liegt die Schwelle bei etwa 1,9. Wer ohne Wärmepumpentarif zum BDEW-Durchschnitt von 37,0 ct (Strompreisanalyse vom 21.08.2026) heizt und 11,93 ct für Gas zahlt, braucht etwa 2,8. Mehr zu diesen Stellschrauben steht im Ratgeber Lohnt sich eine Wärmepumpe?.

Was kostet die Anschaffung nach Förderung?

Eine neue Gasheizung kostet im Beispiel rund 7.500 € und wird nicht gefördert. Die Wärmepumpe kostet im Schnitt rund 36.000 €, nach KfW-Zuschuss bei Antrag bis 31.01.2027 rund 23.100 €.

Die KfW-Heizungsförderung 458 gibt für eine Wärmepumpe 30 % Grundförderung. Wer selbst im Haus wohnt und eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt, erhält zusätzlich den Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % bei Antrag bis 31.01.2027, 12 % ab 01.02.2027. Berücksichtigt werden für die erste Wohneinheit höchstens 28.000 €, ab 01.02.2027 höchstens 27.250 € (KfW, abgerufen 07.10.2026). Fossile Heizungen fördert die KfW nicht (Öko-Zentrum NRW, Stand 06.08.2026).

Anschaffung Gasheizung Wärmepumpe, Antrag bis 31.01.2027 Wärmepumpe, Antrag ab 01.02.2027
Preis (Beispiel) 7.500 € 36.000 € 36.000 €
Fördersatz – 30 % + 16 % = 46 % 30 % + 12 % = 42 %
Zuschuss (auf höchstens 28.000 € bzw. 27.250 €) 0 € 12.880 € 11.445 €
Eigenanteil 7.500 € 23.120 € 24.555 €

Mit Einkommensbonus kann der Zuschuss höher ausfallen. Was ein Antrag nach dem 31.01.2027 für Ihre Angaben bedeutet, zeigt der Förder-Rechner; wie der Antrag abläuft, erklärt KfW-Antrag Schritt für Schritt. Seit dem 21.07.2026 gilt außerdem: Die Wärmepumpe braucht eine digitale Schnittstelle zur Steuerung nach § 14a EnWG, und wer noch kein intelligentes Messsystem hat, muss dessen Einbau beim Messstellenbetreiber beauftragen (Öko-Zentrum NRW, Stand 06.08.2026).

Noch offen: Laut KfW soll im 1. Quartal 2027 ein Wertschöpfungsbonus kommen. Für Wärmepumpen, die außerhalb der EU gefertigt wurden, soll die Grundförderung dann auf 15 % sinken; für in der EU gefertigte bleibt sie bei 30 %. Starttag und Nachweise sind noch nicht veröffentlicht (Stand 07.10.2026). Fragen Sie im Angebot nach dem Fertigungsort.

Wer liegt nach 20 Jahren vorn?

Bei gleichbleibenden Preisen liegt die Wärmepumpe im Beispiel nach 20 Jahren knapp vorn – rund 3.900 €. Das Ergebnis hängt stark an Annahmen, deshalb zeigt die zweite Tabelle, was sich verschiebt.

Summe über 20 Jahre (Preise konstant, ohne Zinsen) Gasheizung Wärmepumpe (JAZ 3,4)
Eigenanteil Anschaffung 7.500 € 23.120 €
Laufende Kosten, 20 × pro Jahr 55.000 € 35.440 €
Gesamt 62.500 € rund 58.570 €
Was wäre, wenn … Vorsprung über 20 Jahre
alles wie oben Wärmepumpe rund 3.900 € günstiger
Gas kostet 11,93 ct statt 13 ct (BDEW-Durchschnitt) Gas rund 350 € günstiger
Gas kostet 16 ct statt 13 ct Wärmepumpe rund 15.900 € günstiger
Wärmepumpenstrom 32 ct statt 28 ct Gas rund 300 € günstiger
Wärmepumpenstrom 24 ct statt 28 ct Wärmepumpe rund 8.200 € günstiger
Jahresarbeitszahl 2,6 statt 3,4 Gas rund 5.200 € günstiger
Jahresarbeitszahl 4,0 statt 3,4 Wärmepumpe rund 8.400 € günstiger
Antrag ab 01.02.2027 (12 % statt 16 %) Wärmepumpe rund 2.500 € günstiger
Gerät außerhalb der EU, nach Start des Wertschöpfungsbonus (offen) Gas rund 1.600 € günstiger
CO₂-Preis ab 2028 rund 40 € je Tonne höher als heute Wärmepumpe rund 7.200 € günstiger
Bio-Treppe: Bio-Anteil kostet 5 ct je kWh mehr als Erdgas Wärmepumpe rund 10.500 € günstiger
Bio-Treppe: Bio-Anteil kostet 10 ct je kWh mehr als Erdgas Wärmepumpe rund 17.000 € günstiger

Die Tabelle ist eine Sensitivität, keine Vorhersage: Jede Zeile ändert nur eine Annahme. In der Wirklichkeit ändern sich mehrere gleichzeitig. Eine Prognose mit steigenden Preispfaden hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online veröffentlicht: Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² rechnet sie von 2026 bis 2045 mit rund 24.500 € Heizkosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und rund 55.600 € für eine Gasheizung, mit Biomethan-Beimischung rund 65.100 € (Pressemitteilung vom 03.06.2026; Energiepreisannahmen des Umweltbundesamts, Stand Mai 2026). Auch co2online betont: Das ist eine Prognose, keine Garantie für künftige Preise.

Was bedeutet die Bio-Treppe für eine neue Gasheizung?

Wer nach dem 29.07.2026 eine neue Gasheizung einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil klimaneutraler Brennstoffe beziehen – zum Beispiel Biomethan. Das macht den Gaspreis voraussichtlich teurer, wie viel, ist offen.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, BGBl. 2026 I Nr. 226) ist seit dem 29.07.2026 in Kraft und hat die 65-%-Regel abgeschafft. Für neu eingebaute Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen in Bestandsgebäuden gilt nach § 43 GModG ein Mindestanteil klimaneutraler Brennstoffe (laut Gleiss Lutz und Haufe, abgerufen 07.10.2026). Heizungen, die vor dem Stichtag eingebaut wurden, sind nicht betroffen. Was das neue Gesetz sonst ändert, erklärt der Ratgeber Heizungsgesetz 2026 (GModG).

Ab Mindestanteil klimaneutral Mehrkosten pro Jahr im Beispiel, wenn der Bio-Anteil 5 ct je kWh mehr kostet … 10 ct je kWh mehr
01.01.2029 10 % 100 € 200 €
01.01.2030 15 % 150 € 300 €
01.01.2035 30 % 300 € 600 €
01.01.2040 60 % 600 € 1.200 €

Die Mehrpreise von 5 und 10 ct sind Annahmen für eine Sensitivität, keine Marktpreise. Wie teuer Biomethan in einigen Jahren ist und wie die geplante Grüngasquote der Lieferanten aussieht, steht noch nicht fest; ein eigenes Gesetz dazu soll die Bundesregierung laut Haufe bis zum 01.12.2026 vorlegen.

Wie entwickelt sich der CO₂-Preis?

2027 bleibt er voraussichtlich im Korridor von 55 bis 65 € je Tonne. Ab 2028 gilt der europäische Emissionshandel ETS 2, sein Preis ist offen.

Auf Erdgas fällt ein CO₂-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz an. Mit dem Standard-Emissionsfaktor der EBeV 2030 sind 55 bis 65 € je Tonne rund 1,1 bis 1,3 ct je kWh Erdgas vor Umsatzsteuer – im heutigen Gaspreis ist das schon enthalten. Für 2027 sieht ein Gesetzentwurf denselben Korridor vor; der Bundestag hat ihn am 24.09.2026 in erster Lesung beraten, beschlossen ist er noch nicht (Stand 07.10.2026). Ab 2028 ist der ETS 2 laut EU-Kommission voll in Betrieb; für die ersten beiden Jahre gibt es einen Mechanismus, der bei Preisen über 45 € je Tonne (in Preisen von 2020) zusätzliche Zertifikate freigeben kann. Als grobe Regel aus eigener Umrechnung: Jede 10 € je Tonne mehr verteuern Gas um rund 0,2 ct je kWh, im Beispielhaus um rund 40 bis 50 € im Jahr. Auf Strom gibt es keinen solchen Aufschlag.

Wann ist eine Gasheizung noch die pragmatische Wahl?

Es gibt Situationen, in denen ein neuer Gaskessel vernünftig sein kann. Wichtig ist, sie ehrlich zu prüfen statt aus Gewohnheit zu entscheiden.

Umgekehrt spricht viel für die Wärmepumpe, wenn Ihr Haus beim 55-°C-Test warm wird, der alte Kessel ohnehin ersetzt werden muss und Sie den Klimageschwindigkeitsbonus noch bis 31.01.2027 beantragen können. Ob das bei Ihrem Haus so ist, ordnet der Schnellcheck mit 6–8 kurzen Fragen ein – ohne Unterlagen, den Verbrauch auch aus dem Gedächtnis als monatlichen Abschlag.

So rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen

  1. Verbrauch: Jahresverbrauch aus der Abrechnung in kWh. Bei Heizöl Liter × rund 10 kWh.
  2. Wärme: Verbrauch × Nutzungsgrad des alten Kessels (Brennwert grob 85 bis 92 %, ältere Kessel weniger).
  3. Strom: Wärme ÷ Jahresarbeitszahl. Rechnen Sie mit 2,6, 3,4 und 4,0, statt mit einem einzigen Wert.
  4. Kosten: Strom × Arbeitspreis + Grundpreis, gegenüber Gas × Gaspreis. Wartung und Grundpreise nicht vergessen.
  5. Anschaffung: Angebotspreis minus Förderung, gegenüber dem Preis eines neuen Kessels.

Belastbar sind am Ende nur Angebote für Ihr Haus. Die Preise lagen laut Verbraucherzentrale bei vergleichbaren Anlagen bis zu 250 % auseinander (24.09.2026) – ein zweites Angebot lohnt sich. Was hineingehört, zeigt die Checkliste Wärmepumpe. Alle Annahmen des Vorchecks stehen in der Methodik.

Häufige Fragen

Was ist günstiger: Wärmepumpe oder Gasheizung?

In der Anschaffung die Gasheizung, im Betrieb meist die Wärmepumpe. In unserer Beispielrechnung (20.000 kWh Gas im Jahr, Preise vom 06.10.2026) spart die Wärmepumpe bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 rund 1.000 € Betriebskosten im Jahr, kostet nach KfW-Förderung aber rund 15.600 € mehr. Über 20 Jahre liegt sie bei gleichbleibenden Preisen knapp vorn; mit Bio-Treppe und steigendem CO₂-Preis deutlicher, mit niedriger Jahresarbeitszahl oder teurem Strom liegt Gas vorn. Das ist eine Beispielrechnung, keine Prognose.

Darf ich 2027 noch eine neue Gasheizung einbauen?

Ja. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (in Kraft seit 29.07.2026) ist die 65-%-Regel entfallen. Neue Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen, die nach dem 29.07.2026 eingebaut werden, müssen aber steigende Anteile klimaneutraler Brennstoffe nutzen: 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040 (§ 43 GModG, laut Gleiss Lutz und Haufe). Was diese Brennstoffe dann kosten, ist offen.

Wird eine neue Gasheizung gefördert?

Nein. Die KfW-Heizungsförderung 458 fördert keine fossilen Heizungen, auch nach der Reform vom 21.07.2026 nicht (Zusammenfassung des Öko-Zentrums NRW, Stand 06.08.2026). Eine Wärmepumpe erhält 30 % Grundförderung, bei Antrag bis 31.01.2027 gegebenenfalls 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und einen Einkommensbonus.

Steigt der CO₂-Preis auf Gas 2027?

Voraussichtlich nicht. Ein Gesetzentwurf sieht für 2027 denselben Korridor wie 2026 vor: 55 bis 65 € je Tonne. Der Bundestag hat ihn am 24.09.2026 in erster Lesung beraten; beschlossen ist er noch nicht (Stand 07.10.2026). Ab 2028 gilt der europäische Emissionshandel ETS 2. Wie hoch der Preis dann ist, ist offen.

Ab welcher Jahresarbeitszahl ist die Wärmepumpe günstiger als Gas?

Je Kilowattstunde Wärme, wenn die Jahresarbeitszahl größer ist als (Strompreis ÷ Gaspreis) × Nutzungsgrad des Gaskessels. Mit 28 ct Wärmepumpenstrom, 13 ct Gas und 90 % Nutzungsgrad liegt die Schwelle bei etwa 1,9. Mit normalem Haushaltsstrom zum BDEW-Durchschnitt von 37,0 ct und 11,93 ct Gas sind es etwa 2,8. Im Fraunhofer-Feldtest erreichten Luft-Wärmepumpen im Mittel 3,4.

Wie sieht das bei Ihrem Haus aus?
Schnellcheck: 6–8 kurze Fragen, ca. 1 Minute, ohne Unterlagen. Ergebnis sofort – kostenlos und ohne Anmeldung.

Quellen

Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026, erstmals veröffentlicht am 07.10.2026. Orientierung, keine Fach- oder Rechtsberatung. Fehler gefunden? Schreiben Sie mir.